Trotz technischer Probleme, starke Vorstellung vom Team JVG Racing mit Sebastian von Gartzen/Peter Loth.
Die am 6.05. gestartete ADAC Rallye Sulingen zählt mit 13 Wertungsprüfungen über 133,9 km zur 3. Rallye des ADAC Opel Rallye Cups und zur Deutschen Rallye-Meisterschaft. Eine Rallye bei der es durch lange, gerade Asphalt Strecken auch stärker als bei anderen Rallyes auf Motorleistung ankommt!

 Leider gab es schon zu Beginn der Rallye auf der WP 1 ein technisches Problem am Fahrzeug von JVG Racing mit Sebastian von Gartzen/Peter Loth : der Gaspedalanschlag hatte sich so verstellt, dass Vollgas nur noch 90% lieferte (statt 100%), was sich in verminderter Endleistung auswirkte. Weniger Maximal Leistung bedeutet schlechtere Beschleunigung und damit schlechtere Zeiten. Nur Platz 11 auf der WP 1, Platz 10 WP2 und Platz 9 auf WP 3 waren das Ergebnis. Da erst nach WP 3 ein Service anstand, musste Sebastian solange mit dem Manko fahren. Beim Service wurde das Problem schnell erkannt und behoben. Aber leider schlug der Defekt Teufel ausgerechnet auf der längsten WP 5 erneut zu.

Eine gebrochene Zwischenwelle bedeutet kein Vortrieb mehr am rechten Vorderrad. Nur dank einer gefühlvollen Weiterfahrt von Sebastian konnte der Adam noch innerhalb der Karrenz Zeit zum Service gebracht werden. Auf der 24 km langen Prüfung verloren von Gartzen/Loth über 4 Minuten, die sie an das Ende des Feldes in der Gesamtwertung zurückwarfen. Am Service angekommen, läßt das Reglement maximal 15 Minuten Zeit zu, um den Schaden zu beheben. Alle im Team-auch Fahrer und Beifahrer hatten eigentlich den Rest der Rallye abgeschrieben, da ein Tausch der Zwischenwelle sehr viel zeitaufwendiger ist. Aber dann kam der große Auftritt unseres technischen Einsatzleiters Björn Mohr. In unglaublicher Schnelligkeit und Präzision schraubte er erst den Unterbodenschutz, das Rad und die rechte Antriebswelle ab, zog dann den abgebrochenen Schaft der Zwischenwelle aus dem Getriebe, setzte dort die neue Welle ein, baute alles wieder zusammen und war nach exakt 11 Minuten fertig. Eine fehlerlose, fantastische Leistung des Teams! Damit konnten von Gartzen/Loth wieder den Kampf aufnehmen. Ziel war nun konstant nach vorne zu fahren um wenigstens noch ein paar Punkte zu bekommen. Für die folgende WP6 war das Fahrzeug wieder fit und Sebastian von Gartzen/Peter Loth fuhren auf Anhieb die 3. schnellste Zeit. Vater von Sebastian und Teamchef  Jürgen von Gartzen erläuterte: „Über die weitere Rallye wurde der Adam aber leider wieder langsamer, was entweder mit einem erneuten Problem der Gaspedalstellung bei Vollast zu tun hatte oder dass generell der Motor an Leistung verlor. Eine nach der Rallye geplante Revision wird Klarheit bringen und den Adam wieder in einen konkurrenzfähigen Zustand versetzen.“ Dennoch fuhren von Gartzen/Loth konstante Zeiten und immer unter die Top Ten. Am Ende erreichte das Team um JVG Racing noch den 8. Gesamtplatz und konnte den 4. Gesamtrang in der Meisterschaft behalten. Gesiegt hatten wieder einmal das finnische Team Huttunen/Linnaketo mit einer Gesamtfahrzeit von 1:44:33,5 vor den Schweden Kristensson/Berntsson und den 3. Platzierten Schweden Ahmann/Johansson.
Der nächste Lauf zur DRM und zum ADAC Opel Rallye Cup findet mit der Rallye Thüringen am 15.07.2016 statt.

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